Mit richtigem Lüften Schimmel vorbeugen

Vorbeugen ist besser als heilen. Auch im Falle vom Schimmel können Sie mit vorbeugenden Maßnahmen viel mehr erreichen. Der rechtzeitig und richtig durchgeführte Luftwechsel ist bei der Schimmelpilz-Vorbeugung am wichtigsten. Häufiges und kräftiges Lüften ist viel besser als das gut gemeinte Dauerlüften mit gekippten Fenstern. Die Dauerlüftung hat nämlich zur Folge, dass die Wände zu stark auskühlen.

Beim Stoßlüften sorgen Sie dafür, dass die Raumluft komplett ausgetauscht wird, ohne dass dabei die Wände übermäßig kalt werden. Wenn Sie keine Zeit oder keine Lust fürs manuelle Lüften haben, dann bietet eine kontrollierte Wohnraumlüftung eine Lösung. Den Einsatz einer Lüftungsanlage sollten Sie bei der Hausbau-Planung von Anfang an berücksichtigen.

 

Schimmelstellen am Fensterglas waschen Sie mit einem Lappen und handelsüblichen Reiniger ab. Desinfizieren Sie die Flächen zur vollständigen Schimmel-Entfernung mit hochprozentigem Alkohol. Der Schimmel am Fensterrahmen lässt sich ebenso mit einem alkoholgetränkten Lappen entfernen, sofern er nur oberflächlich auf dem Fensterrahmen sitzt.

Wie schwer oder einfach Sie den Schimmel auf dem Fenster beseitigen, hängt vom Material des Fensterrahmens ab. Mit Spülmittel und Mikrofasertuch können Sie die Verschmutzungen auf der Fensterdichtung entfernen, ohne dabei die empfindliche Silikon-Schicht zu beschädigen. Reinigungsmilch und Scheuermilch eignen sich für Stockflecken auf Silikonfugen, die noch nicht richtig eingezogen sind; Sie müssen diesen Vorhang jedoch ab und zu wiederholen.

Schimmelsporen von einer Silikonfuge können Sie auch mit Essigreiniger oder reinem Essig entfernen. Bei der Verwendung von reinem Essig denken Sie daran, ihn immer nur mit Handschuhen zu verarbeiten, weil er eine ätzende Wirkung hat. Brennspiritus und Wasserstoffperoxid helfen, die Pilzsporen endgültig abzutöten. Sie trocken die Fensterfugen aber aus, wodurch die Dichtung später porös wird.

Wenn Sie die Flecken schon mit einem anderen Hausmittel behandelt haben, sie aber noch sichtbar sind, dann probieren Sie Backpulver und Fugenstift aus. Diese Methode schafft aber nur Abhilfe, wenn ihre Fenster-Fügen weiß sind. Auf dem Markt gibt es auch andere Schimmelentferner wie:

Chlorreiniger
Schimmelspray mit Natriumhypochlorit
Schimmelentferner mit speziellen Fungiziden (Pilz-Killer)

 

Ursachen für die Schimmelbildung am Fenster

Speziell im Winter, wenn Sie in der Wohnung viel heizen und die Fenster die meiste Zeit geschlossen bleiben, bildet sich durch Duschen oder Kochen viel Feuchtigkeit, die sich anschließend an der kalten Fensterscheibe niederschlägt. Das führt dazu, dass die Sporen vorwiegend

  • am Fensterrahmen
  • an der Fensterbank
  • an Dichtungen
    zum Vorschein kommen. Auch schwere Vorhänge begünstigen die Entstehung vom Schimmelpilz: Die Bereiche hinter den Vorhängen sind viel kühler als der Rest des Raumes. An diesen Stellen entwickelt sich Kondenswasser und lagert sich auf den benachbarten Oberflächen ab.

Ungedämmte Rollladenkästen sind ein optimaler Unterschlüpf für den Schimmel in der Wohnung. Die Luft im Rollladenkasten ist extrem kalt und drückt an die Innenwand der Wohnung. In der Innenwand treffen warme Luft und kalte Teilfläche aufeinander und kondensieren blitzschnell, weil die Temperaturunterschiede sehr hoch sind. Das passiert öfters im Altbau, wo die Rollläden schlecht oder gar nicht gedämmt sind.

Was muss ich bei Kondensat tun?
Kondensat bildet sich, wenn feuchte, warme Luft auf kalte Oberflächen trifft. Kühlt sich diese warme Luft z. B. an einer Fensterscheibe ab, schlägt sich der überschüssige Wasseranteil als Kondensat nieder. Die Bildung von Kondensat ist also kein Qualitätsmangel Ihrer Fenster, sondern ein ganz natürlicher Vorgang.
Für ein angenehmes Raumklima beachten Sie folgende Punkte:
– Um Kondensat zu vermeiden, sollte die Raumtemperatur
so konstant wie möglich gehalten werden.
– Ideales Raumklima ist bei einer gleichbleibenden Raumtemperatur von etwa
21°C und einer relativen Luftfeuchtigkeit von ca. 40-50% gegeben.
– Die Temperatur an Fenstern sollte nicht mehr als 6 °C und bei Wänden
nicht mehr als 2 °C unterhalb der Raumtemperatur liegen.

FENSTERSERVICE SACHSEN

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